Die Geschichte meiner MK2:

   

 

Der Weg war lang und sehr steinig...

 

…es war so:

1996 schob ich diese Hercules MK2 in einem absolut erbärmlichen Zustand aus einer Scheune raus! Es begann der Neuaubau, welcher sich aufgrund der Teileversorgung als recht schwierig herausstellte! So weit so gut! 1998 verreckte mir der Originalmotor und irgendwie war nichts zu bekommen, damals steckte das Internet noch in den Kinderschuhen und ich hatte auch noch keinen Internetzugang. Zudem war die Lobby auch noch nicht so wie heute!

 

Also entschloss ich mich, einen anderen Motor einzubauen. Ich fand auch einen auf dem Hammer Oldtimer-Teilemarkt und zwar diesen 80SW der mir als 50SW verkauft wurde. Leider waren alle Merkmale vom Zylinder bzw. vom Rumpf abgeschliffen oder entfernt worden! Als ich herausbekam das es ein 80SW war stand ich da! „Ok“ dachte ich mir, dann wird gedrosselt und ab zum TÜV!

  

Aber Pustekuchen! Außerdem sagten alle meine Kollegen damals "das bekommst du nie im Leben TÜV abgenommen"! „OK“ jetzt erst recht! Und so begann eine Odyssee mit dem TÜV, dem KBA, dem Landrat, dem Regierungspräsidenten, dem Hersteller Sachs, den Versicherungen, etc. pp! Alles in allem hat es 6 Jahre gedauert für dieses Fahrzeug eine wasserdichte Betriebserlaubnis als 79ccm³ LKR- Fünfziger inkl. einer Ausnahmegenehmigung zu bekommen!

 

Ich hatte damals zwar die alte Führerschein-Klasse 3 und durfte 50 km/h  und 49ccm³ fahren, aber keine 79ccm³! Ich habe lange gebraucht um eine Ausnahmegenehmigung für meine alte Klasse 3 zu bekommen! (Ausnahmegehnehmigung nach §74 Abs.1 Nr.1 FeV von den Vorschriften des § 6 FeV).

 

Inzwischen ist das ganze zwar hinfällig da ich folgende Fahrerlaubnis besitze...

 

A,A1,B,BE,C1,C1E,C,CE,M,L,T/S.

 

Ich wollte keine Achtziger sondern weiter eine Fünfziger haben weil ich zum einen den Führerschein für eine Achtziger nicht hatte und mir die Versicherung für das bissel was ich fahre zu teuer war! Dazu kommt das die MK2 nun mal eine Fünfziger ist und das sollte sie auch bleiben!

 

Und obwohl sie nun ein L-Krad ist muß sie nicht zum TÜV! Und ich fahre sie mit einem Versicherungskennzeichen, so wie es in dem Gutachten durch die Stadt Hamm seinerzeit bestätigt wurde, durch den Eintrag "siehe Versicherungskennz.".

Somit wurde mir im Nachhinein vom KBA auf Anfrage via E-Mail schriftlich bestätigt, dass Sie die Einzige ihrer Art sei! Weil es weder Zulassungsvorschriften noch Führerscheinverordnungen bzw. Versicherungseinstufungen für ein derartiges Fahrzeug gäbe! Deshalb ist sie "The one and only" 80ccm³ MK2 Watercooled 50ziger"! Mit dem Segen von ganz oben!

 

Dazu kommt das ein Versicherungskennzeichen nicht siegelfähig ist! Weder vom StVa noch vom TÜV!

 

Allerdings bin ich nach deutschen Recht der Hersteller des Fahrzeugs, da es nie so etwas gegeben hat und der TÜV alle fahrzeugspezifischen Nummern im Bericht genullt hat (0000). Auf eine Eintragung in die Papiere verzichtete ich aber, weil sie immer noch eine Hercules ist und auch bleiben soll! Somit wurde als Hersteller, die Hercules Werke Nürnberg eingetragen!

 

PS: Das bleibe ich der Geschichte meines Erachtens nach schuldig!



Als der TÜV- Prüfer während der Prüfung (§21) sagte;

"Schalten Sie doch mal die Blinker an" und ich die Warnblinkanlage einschaltete, fiel er fast um!

 

Er meinte nur "Ja nee, is klar!" ...

 

... "Betriebserlaubnis ohne Mängel erteilt!" ;-)

"The one and only", 80ccm³/ Watercooled/ LKR-MK2 50ziger/ Mit Betriebserlaubnis! (& Versicherungs- Kennz.)/ Bauj. 05/2000
"The one and only", 80ccm³/ Watercooled/ LKR-MK2 50ziger/ Mit Betriebserlaubnis! (& Versicherungs- Kennz.)/ Bauj. 05/2000

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